Geschichte Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist ein der ältesten naturheilkundlichen Heilmethoden der uns bekannten medizinischen Geschichte.

Schon 100 – 600 vor Christus finden sich in der indischen Medizin Darstellungen der Blutegeltherapie; sie spielte dort eine große Rolle. Auch in der chinesischen Medizin finden sich schon früh Hinweise auf die diese Therapieform.

Bei uns in Europa war die Blutegeltherapie von der Antike bis ins 19. Jahrhundert hinein, ein wesentlicher Bestandteil der ärztlichen Therapie. Sie gehörte damals zum wissenschaftlichen Verständnis der Medizin ebenso wir zur Volksmedizin.

Die Wirksamkeit der Blutegel wurde in der Regel im Nachhinein nach der jeweils führenden wissenschaftlichen Theorie erklärt. Sie bestand durch die unterschiedlichsten Medizinsysteme hindurch den Lauf der Jahrhunderte.

Im 19. Jahrhundert bekam die Therapie von Kritikern den Beinnamen „Vampirismus“ da man inzwischen vor allem in Frankreich, Deutschland und England dazu übergegangen war, bis zu 100 Egel pro Behandlung einzusetzen, was sicherlich den ein oder anderen (ohnehin geschwächten) Patienten das Leben kostete.

Cirka um 1850 begann dann die Rückläufigkeit der Blutegeltherapie. Zum einen schlicht und einfach, weil die Egel nahezu ausgerottet waren und zum anderen, weil die wissenschaftlich-medizinischen Erklärungen der Wirkung durch die Virchow´sche Zellularpathologie (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Zellularpathologieins Wanken gerieten. Außerdem wurde die Bakterien (und die Angst vor ihnen) als Krankheitserreger entdeckt und Blutegel ließen sich nun mal weder desinfizieren noch sterilisieren. So geriet diese wunderbare Heilbehandlung immer mehr in Vergessenheit.

Einen kurzen Aufschwung erfuhr sie noch einmal, als 1884 J.B. Haycrafts in Mund und Schlund des Blutegels eine gerinnungshemmende Substanz entdeckte, die später als Hirudin bezeichnet wurde. Mit dem versagenden Handel durch den ersten Weltkrieg gerieten die Egel aber schon wieder in Vergessenheit.

Ab etwa 1920 etablierte sich die Blutegeltherapie aber schon wieder auf dem „medizinischen Markt“. Als es jedoch nach dem 2. Weltkrieg Heparin und Marcumar zur Thrombose- und Embolieprophylaxe gab, verschwand der Blutegel weitgehend aus den Krankenhäuser und bei anderen Praktikern, so wie das Volk ihn auch vergaß.

Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts erlebt der Blutegel international wieder einen Aufschwung, durch hervorragende Erfolge u.a. in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie. Er verschafft sich auch zunehmend Gehör im Bereich der naturheilkundlichen Schmerztherapie.

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